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Das Buch ist für dich, wenn:
✓ Du die Diagnose „Osgood-Schlatter" gehört hast, aber nicht weißt, was du jetzt tun sollst
✓ Du wissen willst, ob dein Kind weiter Sport machen darf — und wenn ja, wie viel
✓ Dir „Abwarten und Ibuprofen" nicht als Antwort reicht
✓ Du konkrete Schritte suchst, die du zu Hause umsetzen kannst
Morbus Osgood-Schlatter wird in der Fachsprache als Traktionsapophysitis bezeichnet.
Eine Apophyse ist eine noch aus Knorpel bestehende Ansatzstelle für Sehnen. Diese Bereiche verknöchern erst nach Abschluss des Wachstums. Beim Morbus Osgood-Schlatter kommt es durch wiederholte Zugbelastung der Kniescheibensehne zu einer schmerzhaften Reizung an dieser noch unreifen Knochenstelle am Schienbein.
Wichtig für Eltern: Es handelt sich nicht um eine klassische Entzündung durch Krankheit, sonsern um ein Belastungsproblem im Wachstum.
Die Erkrankung wurde 1903 unabhängig voneinander beschrieben von:
Daher der Doppelname Morbus Osgood-Schlatter.
Betroffen sind vor allem sportlich sehr aktive Kinder und Jugendliche im Wachstumsschub.
In 20–30 % der Fälle sind beide Knie betroffen

👉 Faustregel aus Studien: Wenn die Trainingsstunden pro Woche höher sind als das Lebensalter, ist das Risiko bis zu vierfach erhöht.
Typisch ist eine belastungsabhängige, schmerzhafte Schwellung unterhalb der Kniescheibe am Schienbein.
Häufig berichten Eltern:
Anfangs treten die Beschwerden oft erst Stunden oder einen Tag nach der Belastung auf – später dann direkt beim Sport.
Dieses Vorgehen entspricht dem alten P.E.C.H.-Schema (Pause, Eis, Compression, Hochlagern).
Selbst bei akuten Sportverletzungen gilt dieses Schema heute als überholt
Studien zeigen, dass die Beschwerden bei über 25 % der Betroffenen auch nach dem Wachstum nicht vollständig verschwinden
Monate oder Jahre Sportpause sind für Kinder psychisch und körperlich keine gute Lösung
Sinnvoll ist stattdessen:
Diese Sorge hören viele Eltern – sie ist verständlich, aber unbegründet.
Bekannte Beispiele:
Beide hatten in ihrer Jugend Morbus Osgood-Schlatter und schafften dennoch eine Profikarriere.Entscheidend ist nicht die Diagnose, sondern der Umgang damit.
